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Das Das Internationale Sachenrecht der Blockchain-Token by Hendrik Studt

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Summary

Blockchain-Token existieren jenseits staatlicher Grenzen. Das internationale Sachenrecht hingegen sucht eine Anknüpfung an eine bestimmte Rechtsordnung. Hendrik Studt stellt daher die Frage, welches Recht über das Bestehen und die Übertragung dinglicher Rechte an einem Token entscheidet.

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Das Das Internationale Sachenrecht der Blockchain-Token by Hendrik Studt

Die sachenrechtliche Anknüpfung von Blockchain-Token begegnet einigen Herausforderungen: Nicht nur, dass die dezentrale Speicherung vordergründig eine Anwendung der Lex Rei Sitae unmöglich zu machen scheint, auch muss ein Tokensachstatut damit umgehen, dass es eine Verfügung in dem rein dezentralen Bitcoin-Netzwerk genauso erfasst wie den Initial Cin Offering eines Blockchain-gestützten Wertpapiers eines Emittenten. Eigentumsrechte an Token, die beispielsweise im Insolvenz- oder Zwangsvollstreckungsfalle eine große praktische Bedeutung haben können, können gerade nicht durch Anwendung anderer kollisionsrechtlicher Statuten bestimmt werden. Für Rechte und Verfügungen über Blockchain-gestützte Wertpapiere können bestehende Normen, namentlich § 17a DepotG und § 32 eWpG, angewendet werden. Besondere Herausforderungen bereitet die Definition des Wertpapierbegriffs, der in autonomer Auslegung mit großzügigem Anwendungsbereich zu bestimmen ist. Eine analoge Anwendung von § 17a DepotG und § 32 eWpG auf Token, die auf einem zentral geführten Register oder durch einen Emittenten ausgegeben werden, ist möglich. Token, die auf rein dezentralen Blockchains ohne Intermediär gehandelt werden, können über Art. 43, 46 EGBGB angeknüpft werden, wobei die meist unbrauchbare Anknüpfung an den Belegenheitsort durch eine Ausweichanknüpfung nach Art. 46 EGBGB korrigiert werden muss. Maßgeblich sollte die Rechtsordnung desjenigen sein, der eine Inhaberschaft an dem Token - vermittelt durch den Private Key - im Rahmen eines mutmaßlich sachenrechtlich relevanten Vorganges zuletzt erlangt hat und identifiziert werden kann. Eine europaweite Kodifizierung eines eigenen Tokensachstatuts mit den genannten Anknüpfungspunkten wäre wünschenswert, um bestehende Rechtsunsicherheiten zu beseitigen.
Geboren 1999; Studium der Rechtswissenschaften in Kiel; Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wirtschafts- und Steuerrecht; 2025 Promotion; Rechtsreferendariat am Landgericht Kiel.
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ISBN 13 9783162003003
ISBN 10 3162003008
Title Das Das Internationale Sachenrecht der Blockchain-Token
Author Hendrik Studt
Series Studien Zum Auslandischen Und Internationalen Privatrecht Ser
Condition Unavailable
Binding Type Paperback
Publisher Mohr Siebeck
Year published 2026-12-31
Number of pages 210
Cover note Book picture is for illustrative purposes only, actual binding, cover or edition may vary.